Donnerstag, 14. Mai 2015

Tag 4: Noch mehr Bäume in Wien

 
Schweiz - Nachdem die Schweden abzogen ging es mit Mélanie René für die Schweiz weiter. Sie kommt, auch im Backstagebericht, als sehr sympathische junge Frau daher und strahlt eine sehr lockere Aura aus. Die Schweizer haben vielleicht ein schweres Los nach dem Mitfavoriten aufzutreten, aber sie haben einen tollen visuellen Eindruck hinterlassen, der auch mit reichlich Applaus bei den Journalisten quittiert wird.
 
Mélanie steht auf einem kleinen bläulich schimmernden Podest, ihr perlmuttfarbenes Kleid mit Glitzerbesetzung wird zunächst durch ein halbtransparentes Tuch verhüllt, das sie später im Verlauf von "Time to shine" lüftet. Begleitet wird sie von dunkel gekleideten Backings, die im Hintergrund auf die Trommeln schlagen, auch diese sind blau illuminiert. Eine der Backings verhunzt aber meiner Meinung nach den Chorus, wie etwa Anabel Conde 2005 beim andorranischen Beitrag von Marian van del Val.

Auch die Schweizer setzen im Hintergrund auf das Thema "Mein Freund der Baum", der nächste Wald erscheint, in mystischen Blau-, Türkis- und Violetttönen. An so einem Visual hat man sich bereits sattgesehen und ich schätze die Chancen der Schweiz als relativ gering ein, ins Finale einzuziehen, auch wenn ich es ihnen gönnen würde, im Gros der Eurovision ist der Titel aber doch relativ ausgelutscht und ziemlich unauffällig.

Mir hallt immer noch diese schreckliche Backingsängerin im Ohr, sie möge sich zusammenreißen oder verstummen, ansonsten zieht sie die ganz ordentliche Darbietung der Schweiz ziemlich runter und das wäre äußerst schade. Anders als bei Sebalter im Vorjahr, dem ich den Finaleinzug auch nicht zugetraut habe, fehlt hier das Besondere. Es nützt bei der Eurovision eben nicht, wenn nur alles blinkt, es muss auch etwas dahintersitzen. Damit ist aber weniger Mélanie gemeint, sondern vielmehr der gruselige Chor.
 
Mélanie René ist angekommen und plaudert fröhnlich im Backstagebereich
Ein bisschen Rauch und Nebel gibt es für die Schweiz auch noch
Mélanie bedient sich des Danijela-Effekts: erst schwarz und dunkel, dann weiß
 
 

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