Montag, 11. Mai 2015

Tag 1: New Yorker Polizei sucht Häftling


Moldawien - Der Anfang ist gemacht, Eduard Romanyuta aus der Ukraine tritt für Moldawien an und wie er selbst während des Warm Ups erklärte, besteht sein Team primär aus den "besten Tänzern und Sängern aus der Ukraine". Sein Land ist aufgrund der politischen Zerwürfnisse zwischen Donezk und Sewastopol in diesem Jahr nicht dabei, durch den ominiösen Sieg beim moldawischen Vorentscheid, darf er nun aber für das Nachbarland antreten. 
 
Eduards Crew hat sich kostümtechnisch am Video zu "I want your love" entlang gehangelt und präsentiert sich in hautengen und recht knapp geschnittenen Uniformen des New York Police Departments. Die Backings sind stark geschminkt und etwas overdressed, aber das muss wohl so. Eduard hätte in Chisinău ruhig noch einmal zum Friseur gehen können, aber na ja, der Präsentation hat es nicht geschadet, wenngleich die Journalisten offenbar auch um 12:15 Uhr noch kein Bild aus der Stadthalle zu sehen bekamen.
 
Ein erster Videoschnipsel von Eurovision.tv lässt erahnen, dass der Auftakt im ersten Semifinale relativ akrobatisch daherkommt, Eduard und seine Backings turnen auf einem Metallgerüst herum, die Scheinwerfer hektisch in alle Richtungen schwenkend, als ob man auf der Suche nach einem ausgebüxten Sträfling ist. Den internationalen Stimmen zu urteilen, wirkt der moldawische Probedurchlauf sehr auf Sex gedrillt, den Höhepunkt erreicht diese, doch etwas klischeehafte Performance, als eine Polizistin Eduard das knappe Leibchen vom Körper reißt. Akustisch sind manche Töne von Ede auch ein Verbrechen, aber immerhin: die Bühne wirkt! Dominierende Farbe während der moldawischen Probe war blutrot.
 
Immerhin tanzen und performen kann Eduard, die Auszüge, die man bisher zu sehen bekam, waren allerdings nicht so aufschlussreich, dass man auf die dreiminütige Endversion schließen kann, die wir am nächsten Dienstag als Opener im Halbfinale sehen werden. Mit der augenzwinkernden polnischen Darbietung aus dem Vorjahr ist die Nummer aus Moldawien jedoch nicht zu vergleichen, eher an die trashige Performance der Svetlana Loboda einst in Moskau. Nachträge vom nun folgenden Meet & Greet mit der Presse, die sich an österreichischen Häppchen und Kaffee en masse erfreut und Bilder der Eurovision liefern wie in Kürze nach.

Aufwärmen im Backstage-Bereich, Eduard Romanyuta (links) und seine Polizisten
Wenig verarbeiteter Stoff beim moldawischen Beitrag "I want your love"
Choreo und Kostümwahl sind wohl nicht Jedermanns Geschmack...

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