Montag, 11. Mai 2015

Tag 1: Mit Lärm zurück aus der Pause


Finnland - Nach einstündiger Halbzeitpause in der Wiener Stadthalle, ging es mit der finnischen Band PKN weiter. Pertti Kurikan Nimipäivät, die bei der Eurovision musikalisch genauso falsch sind wie ihrerzeit Kabát aus Tschechien, versorgten sich zunächst erst einmal mit einer Tasse Tee, bevor es auf die Bühne ging. Der Mut, trotz geistiger Einschränkungen am Eurovision Song Contest teilzunehmen, verdient Anerkennung, ihr Lied dagegen weniger.
 
Auf ihrem Gebiet mögen die Bandmitglieder von PKN talentiert sein, sie stehen für Rockmusik, leider offenbart sich mir und einem Großteil der Eurovisionsfans das Lied "Aina mun pitää" so gut wie gar nicht. Immerhin haben die Finnen den Vorteil, aufgrund der Kürze ihres Liedes von gerade einmal 85 Sekunden das ein oder andere Mal mehr zu proben, als der Rest der Kandidaten, deren Beiträge an der Drei-Minuten-Marke kratzen.
 
Die Bühne zeigt sich in Nebelschwaden, rings um den starr herumstehenden Leadsänger stehen die beiden Gitarristen, die sich während der Darbietung auch etwas bewegen und umherlaufen, sowie das Schlagzeug und eine Ansammlung von Kisten und Lautsprecherboxen. Der LED-Background zeigt säulenartige Gebilde, die gesamte farblos gehaltene Szenerie passt perfekt zum Song, nur wie gesagt ist Rockmusik nicht unbedingt ein Erfolgsgarant für die Eurovision.
 
Ich kann das Lied schlecht beurteilen, in meinem persönlichen Ranking liegt der Titel auf dem hintersten Rang, dennoch mag es einige Fans geben und wahrlich auch Sympathiestimmen für die Gruppe an sich, die nach Auskunft der Offiziellen in Wien bereits Freunde, auch unter den Künstlern anderer Nationen, gefunden hätten. Für alle die sich mit PKN's Musik nicht asoziieren können bleibt aber immerhin der Trost, das nach 85 Sekunden bereits alles zuende ist.

PKN backstage | Erstmal eine Tasse Tee
Vor der ersten Probe wurde noch einmal das Equipment überprüft
Während des Auftritts ist die Gruppe quasi vom Nebel verschluckt

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