Montag, 4. Mai 2015

Road to Vienna (35/40): Estland


Estland - Eesti - Estonia - Estonie
Hauptstadt: Tallinn (1.362km Luftlinie bis Wien)
Einwohner: 1,3 Millionen
Amtssprache: Estnisch
Kfz-Kennzeichen: EST (EW bis 1993)

60 Jahre Eurovision Song Contest:
Erster Beitrag: 1994 mit Silvi Vrait und "Nagu merelaine"
Siege: 1
Teilnahmen insgesamt: 22
Aus im Semifinale: 7x
Letzter Beitrag: 2014 mit Tanja mit "Amazing"

Die bisherige Geschichte in einem Satz: 1993 reichte es noch nicht ganz für das Debüt, das wurde 1994 von Silvi Vrait ausgeführt, jedoch gab es nur zwei mageren Pünktchen, die erfolgreiche Phase folgte 1996 mit Maarja-Liis Ilus, Evelin Samuel & Camille, Ines, Sahlene und 2001 mit dem einzigen Sieg von Tanel Padar & Dave Benton, danach begann eine recht magere Phase, in der man mehrfach im Semi kleben blieb, nur langsam kämpfte man sich wieder ins Finale zurück.

Der Beitrag im Jahr 2015:
Interpret: Elina Born & Stig RästaSong: Goodbye to yesterday (zum Mitsingen)

Elina Born wurde 1994 in Lehtse einem Dorf nahe des Eisenbahnknotenpunktes Tapa geboren und erreichte 2012 den zweiten Platz in der estnischen Castingshow "Eesti otsib superstaari", der lokalen Idols-Version. 2013 nahm sie erstmals mit "Enough" beim Eesti Laul teil, belegte dort jedoch nur den achten Rang. Später traf sie Stig Rästa, mit dem sie den Eesti Laul 2015 im Superfinale mit 79% gewinnen konnte.

Raul-Stig Rästa wurde 1980 geboren und ist in Estland seit Jahren als Sänger, Produzent, Songwriter und Gitarrist bekannt. Er wirkte in diversen Gruppen mit und produzierte u.a. die Outloudz oder spielte die Gitarre bei der Band Traffic. 2002 gründete er zudem gemeinsam mit Tomi Rahula und der ehemaligen Eesti Laul-Teilnehmerin Ithaka Maria die Gruppe Slobodan River. Insgesamt nahm er acht Mal beim estnischen Vorentscheid teil, bevor es im Duett mit Elina endlich klappte.

Text & Musik: Stig Rästa
Verantwortlich für all das: ERR

Meine subjektive Meinung: 
Estland gilt in diesem Jahr als Mitfavorit und auch bei mir ist die sympathische Ballade weit oben im Kurs. "Goodbye to yesterday" hebt sich vom Teilnehmerfeld positiv ab und ich bin sehr davon überzeugt, dass die Erwartungen nicht enttäuscht werden. In Estland siegte man souverän und ich könnte mir vorstellen, dass Estland auch in Wien auf jeden Fall in die Top Ten einsteigt, wenn nicht sogar mehr erreicht.

Mein Favorit aus 60 Jahren Eurovision Song Contest: 
Ott Lepland - Kuula

Warum sollte gerade Estland gewinnen?
Weil Estland ein europäischer Musterschüler mit muckeliger Hauptstadt ist, weil Estland für die Eurovision brennt und einen modernen Vorentscheid konzipiert hat, weil das Lied in den Wettquoten in der ersten Liga spielt und als Geheimfavorit gilt.


Video:

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