Dienstag, 14. April 2015

Road to Vienna (15/40): Polen


Polen - Polska - Poland - Pologne
Hauptstadt: Warschau (555km Luftlinie bis Wien)
Einwohner: 38,5 Millionen
Amtssprache: Polnisch
Kfz-Kennzeichen: PL

60 Jahre Eurovision Song Contest:
Erster Beitrag: 1994 mit Edyta Górniak und "To nie ja"
Siege: 0
Teilnahmen insgesamt: 18
Aus im Semifinale: 6x
Letzter Beitrag: 2014 mit Donatan feat. Cleo und "My Słowianie, we are slavic"

Die bisherige Geschichte in einem Satz: Polens Song Contest-Geschichte ist geprägt durch das super Debüt von Edyta Górniak 1994, die auf Anhieb den zweiten Platz belegte und alle späteren Kandidaten, die mehr oder weniger floppten, mit Ausnahme von Ich Troje, die im zweiten Anlauf 2006 in Athen mit "Follow my heart" aber auch nicht weiterkamen.

Der Beitrag im Jahr 2015:
Interpret: Monika Kuszyńska
Song: In the name of love (zum Mitsingen)

Monika wurde 1980 in Łódź geboren und wurde beim Monitoring von Robert Janson entdeckt. 2000 wurde sie Sängerin seiner Band Varius Manx verpflichtet, mit denen 2001 das Album "Eta" erschien. 2003 nahm die Gruppe mit dem Titel "Sonny" beim polnischen Vorentscheid teil, wurde damals jedoch nur Vierte. Nach dem folgenschweren Unfall im Jahr 2006, durch den sie abseits der Hüfte gelähmt ist, trennte sich die Gruppe 2010. Ihr Soloalbum "Ocalona" erreichte 2012 die #40 der polnischen Albumcharts.

Text & Musik: Kuba Raczyński, Monika Kuszyńska
Verantwortlich für all das: TVP

Meine subjektive Meinung: Trotz der traurigen Begleitgeschichte um den tragischen Verkehrsunfall von Monika muss ich zugeben, dass ich das Lied sehr sehr dröge finde. Es hat für mich keinen großen Wiedererkennungswert und fällt kaum auf. Die hoch gehandelte Doda, die TVP angeblich ablehnte und die sich nun einen Battle mit dem Programmdirektor leistet, fand ich allerdings ebenfalls nicht so pralle. Polen hat bei mir dieses Jahr leider keinen Eindruck hinterlassen und so reicht es für einen mageren Stern.

Mein Favorit aus 60 Jahren Eurovision Song Contest: 
Ich Troje - Keine Grenzen - Zadnych granic

Warum sollte gerade Polen gewinnen?
Weil Polen nach der EM auch gerne mal ein musikalisches Großevent ausrichten darf, weil man durch die Intervision in Sopot zuletzt in den 70er Jahren die Gelegenheit hatte, weil Polen ab Deutschland perfekt mit Bus, Bahn und Flieger zu erreichen ist.

Video:

Ukraine - Das schwerwiegendste Fernbleiben in diesem Jahr bereitet uns die Ukraine in diesem Jahr. Aus politisch nachvollziehbaren Gründen setzt eines der erfolgreichen Länder beim Song Contest der letzten Jahre aus. 2003 gab man ein tapsiges Debüt, 2004 schlug Ruslana mit ihren "Wild dances" die Konkurrenz und der Wettbewerb kam, mitten in der Orangenen Revolution nach Kiew. In den Folgejahren sangen Größen wie Ani Lorak, Verka Serduchka oder Zlata Ognevich für das Land und sicherten Top-Platzierungen. Die Ukraine wäre eine Bereicherung für Wien gewesen, hoffen wir das Beste für 2016. Immerhin: NTU überträgt alle Shows live im ukrainischen Fernsehen.

Mein Favorit aus 60 Jahren Eurovision Song Contest: 
Mika Newton - Angel

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