Montag, 27. April 2015

Kommentar: Der Song Contest rückt näher

 
Österreich - Guten Morgen aus dem regnerischen Hamburg, wie es sich zumeist auch am Finalabend präsentiert und die Teilnehmer der Grand Prix-Party auf der Reeperbahn in Regencapes zwingt. Es dauert nicht mehr so fürchterlich lange, bis der Eurovision Song Contest in seine heiße Phase startet. In zwei Wochen starten die Proben.

In der Wiener Stadthalle werden die Schrauben angezogen und auch der Greenroom befindet sich mittlerweile im Aufbau. Auf einer Grafik lässt sich erkennen, dass die Delegationen wie auf kleinen UFOs innerhalb der Halle gemeinsam mit den Fans sitzen werden. Die Zeiten, als die Sänger abgeschottet hinter der Bühne saßen, sind offenbar endgültig vorbei.

Erstmals öffnete der Eurovision Song Contest 2003 in Riga seine Pforten, als die Künstler auf Wolken oberhalb der Bühne saßen. In den 2000ern saß man ansonsten hinter der Bühne ausharren und auf die 12er-Wertungen warten. 2011 in Düsseldorf riss Judith Rakers die Wand zwischen Zuschauern und dem Backstage-Bereich ein. Seither ist es gängige Praxis, dass die Fans jederzeit die Teilnehmer sehen und erleben können und umgekehrt.

Dass Zahlen geduldig sind, zeigt ein Blick auf die aktuellen Wettquoten im Überblick. Demnach liegt Måns Zelmerlöw immer noch vor den italienischen Tenören von Il Volo, Guy Sebastian aus Australien und dem Duo aus Estland, dahinter Norwegen und Finnland. Maraaya aus Slowenien sind hinter Polina Gagarina aus Russland zurückgefallen und über Ann Sophie, die am Samstag bei Raab einen stimmlich guten Auftritt hinlegte, sprechen wie aufgrund der #32 gar nicht erst.

Ganz hinten tummeln sich die "üblichen Verdächtigen", Mélanie René aus der Schweiz, Leonor Andrade aus Portugal, Tschechien und ganz hinten Ralph Siegels 23. Anlauf beim Song Contest und der vierte für San Marino, "Chain of lights". San Marino werden allgemein auch bei allem Wohlwollen die geringsten Chancen auf einen Semifinaleinzug eingerechnet. Was Valentina Monetta, die die Punkte verlesen wird, im letzten Jahr erreicht wurde, wird sich in Wien wohl nicht wiederholen.

Unsere deutsche Song Contest-Teilnehmerin Ann Sophie, die wie schon erwähnt bei "Schlag den Raab" als musikalischer Zwischenact auftrat, wird in den kommenden Tagen bis zu ihrer Abfahrt nach Wien am 16. Mai noch einige Pflichttermine im deutschen Fernsehen absolvieren. So ist sie z.B. am Donnerstag in der MDR-Show "Mein Nachmittag" oder am 3. Mai im ZDF-Fernsehgarten bei Andrea Kiewel zu sehen.

Am 11. Mai wird Ann Sophie und deutsche Delegation von der österreichischen Botschaft in Berlin offiziell verabschiedet. Darauf folgen noch Auftritte bei "DAS!" im NDR und bei Markus Lanz. Wirklich bahnbrechende Nachrichten rund um den Eurovision Song Contest, weder aus Deutschland noch aus Europa, gibt es jedoch noch nicht, insofern untenstehend nur das Bild der offiziellen Sondermarke der österreichischen Post zum Song Contest.

ORF-Unterhaltungchef Edgar Böhm präsentiert die Sondermark zum Song Contest

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