Sonntag, 26. April 2015

Armenien: Genealogy gedenken Genozid vor 100 Jahren


Armenien - Die armenische Formation Genealogy, die Armenien beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien vertritt, hat den Opfern des Genozids vor 100 Jahren gedacht und die Gedenkstätte in Yerevan aufgesucht, um symbolisch an die "Aghet", die "Katastrophe" wie es im Armenischen beschrieben wird, zu erinnern.
 
Ihr Song "Face the shadow", der ursprünglich den Titel "Don't deny" trug, soll nach dem O-Ton der armenischen Delegation jedoch nicht speziell für diesen Anlass produziert worden sein. Das betonte auch der Sender ArmTV mehrmals. Dennoch ist der Bezug auf die Todesmärsche und Massaker an der armenischen Bevölkerung während des Ersten Weltkriegs nicht von der Hand zu weisen.
 
Am 24. April 1915, der sich vorgestern zum 100. Mal jährte, begann mit der Deportation der armenischen Bevölkerung aus Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, der heute von vielen Historikern und Nationen wie Frankreich anerkannte Völkermord. Die Türkei als Nachfolger des Osmanischen Reiches, dementiert, dass es sich um einen solchen handelte und kritisierte u.a. Bundespräsident Joachim Gauck für seine Rede am 23. April. Der Jahrestag ruft den Umgang mit den Ereignissen vor 100 Jahren wieder auf die politische Ebene einiger Nationen.

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