Donnerstag, 19. März 2015

Österreich: Staatsakt um Vorentscheidungsvoting


Österreich - Nicht nur beim deutschen Vorentscheid gab es im Anschluss ein großes Medienecho, in Österreich empört man sich offenbar über das Prozedere der Sendung. Wie österreichische Medien berichten, liege das Problem in der Tatsache, dass beim ORF nicht darauf hingewiesen wurde, dass die Punkte der internationalen Jury nicht live kamen, sondern bereits einen Tag zuvor aufgezeichnet wurden.
 
Dies geschah laut ORF aus Kostengründen in Anlehnung an das Song Contest-Finale. "Im Sinne eines offenen Europas ohne Grenzen haben wir aus Kostengründen unter Verzicht auf teure Liveschaltungen die Bekanntgabe in Wien kurz vor dem Finale vorproduziert, mit Botschaftsmitarbeiterinnen und ESC-Volunteers aus den jeweiligen Ländern.", so ein Sprecher.
 
Viele Zuschauer hätten sich darüber empört. "Sollte die dramaturgische Gestaltung dieses Sendungselements zu Verwirrung bei Zuseherinnen und Zusehern geführt haben, bedauern wir dies.", so der ORF heute gegenüber der Kleinen Zeitung. Mirjam Weichselbraun hätte bei der Punktevergabe aber bewusst auf die Kommentare einer Live-Schaltung verzichtet und somit alles richtig gemacht.
 
Kritik gibt es auch am Siegertitel "I am yours" von The Makemakes, das angeblich ein Plagiat von "The scientist" der Band Coldplay sein soll. Dominic Muhrer, der Sänger der Makemakes erklärte: "Es hat jede Melodie schon 100 Mal gegeben. Du kannst das Rad nicht neu erfinden, du kannst aber weiter daran drehen. Wenn man das Gefühl hat, dass einem das Lied bekannt vorkommt, ist das nur ein Zeichen dafür, dass es eingängig ist. Und es gibt Schlimmeres, als mit Coldplay verglichen zu werden."

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