Donnerstag, 26. März 2015

Österreich: ORF interviewt frühere Teilnehmer


Österreich - Der ORF hat auf seiner Song Contest-Seite österreichische Vertreter vergangener Zeiten wieder aufgefunden und zu ihren damaligen Teilnahmen interviewt. Selbst der als verschollen geltende Thomas Forstner hat sich zu einem Interview bereit erklärt. Nach seinem letzten Platz in Rom 1991 mit "Venedig im Regen" hat sich der Sänger aus der Musikszene zurückgezogen.

Einige Jahre zuvor, belegte er mit "Nur ein Lied" den fünften Rang, wie Forstner selbst feststellt, die beste Platzierung zu dieser Zeit, 17 Jahre zuvor und 25 Jahre danach sei es nicht mehr zu solch einem Ergebnis gekommen. Trotzdem wurde er primär auf seinen letzten Platz in Rom reduziert worden, was er persönlich sehr schade, aber auch "typisch für Österreich" findet.

Seit über 20 Jahren ist Forstner nun in der IT-Branche tätig, inzwischen sogar selbstständig. Und er blickt positiv auf seine Eurovisionserfahrungen zurück. Aus der aktiven Musikkarriere hat er sich seit Langem verabschiedet, aber: "Ich bin nach wie vor von Musik begeistert, spiele diverse Instrumente, alle nicht gut, aber ein bisserl.", so Forstner. Auch der zweifache Song Contest-Vertreter Tony Wegas äußerte sich gegenüber dem ORF.

"Ich habe sehr viel Aufmerksamkeit bekommen, damals gab es in Österreich noch viel mehr Sendungen, in denen man als Musiker auftreten konnte, das gibt es leider nicht mehr.", so der Vertreter von 1992 und 1993. Sein "Zusammen geh'n" von 1992 wurde von Dieter Bohlen komponiert, der die Melodie später für den ersten DSDS-Hit "We have a dream" recycelte. Für Wegas sei der Song Contest ein Karrieresprungbrett gewesen, wie nun auch für Conchita, die aber seiner Meinung nach eine Chance vertan hat.

"Conchita hat beispielsweise einen super Titel gehabt, aber ihr größter Fehler war, dass sie zu lange mit einem Nachfolgertitel gewartet hat. Es wurde zu sehr auf das Drumherum geachtet, die Frau mit Bart, die Botschaft der Toleranz, und zu wenig für die Musik getan, weil letztendlich ist sie Sängerin.", so Wegas. Um seine eigene, kleine Karriere sorgt sich Wegas aber nicht: "Ich spiele nach wie vor meine Gigs, einmal solo, dann wieder zu zweit, in Zukunft vielleicht mal zu dritt. Aber in erster Linie spiele ich alleine oder mal im Gitarrenduo mit spanischen Liedern."

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