Montag, 16. März 2015

Armenien: ArmTV nimmt Stellung zu "Don't deny"


Armenien - Wie das armenische Fernsehen ArmTV in einer Pressemeldung richtig schreibt: "Die Eurovision ist kein politisches Podium". Die armenische Delegation könne gar nicht verstehen, warum die internationale Presse den Beitrag als politische Meinungsäußerung deute und hoffe, dass die Medien die richtigen Informationen verbreiten, dieses Verhalten sei nicht akzeptierbar.

Laut armenischem Fernsehen geht es in "Don't deny" nicht präzise um den Völkermord vor 100 Jahren sondern um "generelle Werte". Man folge strikt den Vorgaben der Europäischen Rundfunkunion, im Folgenden betonter der Sender abermals, dass sich alle an die Regeln zu halten haben und der Eurovision Song Contest keine politische Veranstaltung sei.

Die Gruppe Genealogy sei aufgrund des "fantastischen Slogans" geformt worden und soll eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart bilden. Armenien provozierte jedoch bereits mehrmals selbst bei der Eurovision, Sirushos Punktevergabe 2009 in Moskau sei dabei als Beispiel genannt. Erstaunlicherweise hält sich aber gerade das aserbaidschanische Fernsehen mit Reaktionen auf die seit Wochen kursierenden Meldungen zum armenischen Beitrag zurück.

Nimmt man den Text des armenischen Beitrages genau, so lässt sich objektiv gesehen auch kein Bezug zu den Geschehnissen im Jahr 1915 ziehen, das Video lässt jedoch genügend Raum für Interpretationen. Letztlich ist der armenische Beitrag genauso unpolitisch wie "We don't wanna put in" aus Georgien 2009, der nüchtern betrachtet auch keinerlei politische Botschaft hatte, wenngleich die Anspielungen sehr plump daherkamen.

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