Mittwoch, 14. Januar 2015

Deutschland: Unsere Kandidaten im Überblick


Deutschland - Mit diesem Posting wollen wir den Bekanntheitsgrad unserer sieben bisherigen Kandidaten bei "Unser Song für Österreich" auf den Prüfstand stellen. Der NDR hat uns namhafte Künstler versprochen, was natürlich Definitionssache ist. Fakt ist jedenfalls, dass sich viele Fans mehr erhofft haben und auch schon passenderweise angemerkt wurde, dass z.B. Bahar oder Daniel Schuhmacher durchaus erfolgreicher waren als die genannten Kandidaten.
 
Fahrenhaidt - Die Band Fahrenhaidt beispielsweise verfügt derzeit noch über keinen eigenen Wikipedia-Artikel um irgendwelche Fakten festzustellen. Die erste Zeile der Bandbeschreibung von Universal Music lässt jedoch erahnen, dass wir mit spiritueller Musik beschenkt werden. Moderner Nature-Pop mit zeitgemäßer Elektronik verkörpert die Band, das Album "The Book of Natureerschien im Dezember letzten Jahres erscheint im Februar 2015.
 
Andreas Kümmert - Kümmert wurde 1986 in Gemünden am Main geboren und gewann 2013 die dritte Staffel von "The Voice of Germany". Seine Debütsingle "If you don't know me by now" schaffte es in Deutschland auf die #44 der Charts. Produziert wurde der Titel sowie das Album von seinem damaligen Coach Max Herre. Mit "Simple man" belegte er zeitgleich immerhin die #2 der Charts. Kümmert könnte durch den Max-Mutzke-Effekt eine positive Überraschung beim Vorentscheid werden.
 
Faun - Die Gruppe Faun besteht aus Olvier "Satyr" Pade, Niel Mitra, Fiona Rüggeberg, Rüdiger Maul, Sonja Drakulich, Stephan Groth und Katja Moslehner. Sie wurde 1999 gegründet und hat, das steht nun schon fest, zu viele Mitglieder für die Bühne der Eurovision. Mit Pagan-Folk, einer Mischung aus mittelalterlicher Folkmusik und Elektro-Sounds konnte die Gruppe sich mit drei Alben in den deutschen Charts platzieren, zuletzt mit "Luna", das die #4 der Albumcharts erreichte. Die Gruppe bedient sich einer großen Sprachvielfalt, darunter Altisländisch, Latein, Ungarisch oder auch Uigurisch.
 
Alexa Feser - Auch als Alexa Phazer bekannt, wurde sie 1979 in Wiesbaden geboren und erreichte 2014 mit dem Album "Gold von morgen" die #44 der Charts. Sie war als Backingsängerin für große Namen wie die No Angels, Joana Zimmer, Thomas Anders oder Ricky Martin unterwegs und hatte u.a. schon einen Auftritt in "Inas Nacht" im NDR. Mit der Teilnahme am Vorentscheid für Wien möchte sie nun offebar aus dem Schatten oben genannter Künstler steigen und sich selbst als Solistin behaupten. Ihre Titel für Hannover "Glück" und "Mehr als ein Lied" stehen bereits fest.
 
Mrs. Greenbird - Die Band ist auch im Folkbereich zu finden und gewann die dritte Staffel X-Factor. Mit mehreren Titeln erreichten sie die Charts, mit ihrem Album "Mrs. Greenbird" 2013 sogar die Spitze der Hitliste. Das Duo besteht aus Sarah Nücken, die auch für die Produktion der Songs sorgt und Gitarrist und zweite Stimme Steffen Brückner. Zumindest ein Titel, nämlich "Shine shine shine" steht für "Unser Song für Österreich" bereits fest. Gemessen an den statistischen Erfolgen der Band, stellen sie den wohl größten Namen dar.
 
Laing - "Morgens immer müde" ist der größte Erfolg der Gruppe Lain, die aus Sängerin Nicola Rost, Larissa Pesch, Johanna Marshall und Marisa Akeny besteht. Die Gruppe singt ebenfalls deutsch und nahm 2012 für Sachsen mit oben genanntem Titel beim Bundesvision Song Contest von Stefan Raab teil. Dort belegten sie hinter Xavas den zweiten Platz. Das Lied selbst ist jedoch eine Coverversion von Trude Herr aus dem Jahr 1960. Die Musikrichtung, der sie treu bleiben, definieren die Mädels selbst als Electric Ladysound.
 
Noize Generation - Der siebte Teilnehmer heißt bürgerlich Jewgeni Grischbowski und ist als DJ und Produzent tätig. Er wurde 1992 geboren und gewann einen Remix-Contest im Jahr 2010. Seitdem ist er einem kleinen elitären Kreis von Ravern bekannt. Seit 2014 ist er bei Universal unter Vertrag, sein erster Titel "A Song For You" soll Anfang 2015 herauskommen, zeitgleich nimmt er damit auch am deutschen Vorentscheid für Wien teil. Ursprünglich stammt Jewgeni aus der Ukraine, wuchs aber in Coburg auf. 
 
Fazit, in allen Fällen handelt es sich um junge, aufstrebende Musiker, die zwar alle noch keine Weltkarriere haben, aber das brauchte es beim Eurovision Song Contest bisher auch nicht. Einen Alexander Rybak, eine Emmelie de Forest oder eine Loreen kannte man über die eigenen Landesgrenzen hinaus auch nicht. Solange die Musik stimmt und das Lied eingängig daherkommt, sollten wir den Kandidaten zumindest die Chance geben sich zu präsentieren. Lästern kann man im Nachhinein immer noch oder es einfach gut finden.

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