Dienstag, 2. September 2014

Libanon: Ein Szenario ohne Israel


Libanon - Bislang gibt es keinen konkreten Grund zur Annahme, die mögliche Absage Israels beim Eurovision Song Contest könnte einige arabische Nationen zu einem Debüt bewegen, dennoch ist die Teilnahme Israels unwahrscheinlicher als in den Jahren zuvor, da der staatliche Rundfunk IBA im kommenden Jahr komplett heruntergefahren wird. Dies könnte Nationen wie den Libanon aufhorchen lassen.

Sollte Israel in Wien tatsächlich nicht vertreten sein, rücken einige Nationen in den Fokus einer potentiellen Teilnahme, die jahrelang kategorisch ausgeschlossen wurden, etwa die Staaten Nordafrikas, Jordanien oder der Libanon. Dieser hatte sich bereits 2005 um eine Teilnahme zum 50. Eurovision Song Contest bemüht, aufgrund der Teilnahme Israels aber einen Rückzieher gemacht und wurde dadurch drei Jahre durch die EBU gesperrt. Nach Ende dieser Frist gab es kein Zeichen von Télé Liban, ein Comeback zu wagen.


Dies stehe entgegen der libanesischen Verfassung, solange Israel Teil der Eurovision ist. Der Sender in Beirut hat bisher auch noch kein Statement abgegeben, was 2015 betrifft, ähnlich wie Tunesien oder Marokko. Während einige Nationen wie besagter Libanon, Syrien oder Algerien Israel nicht als Nation anerkennen, unterhalten Ägypten und Jordanien sogar diplomatische Beziehungen. Marokko und Tunesien führten bis ins Jahr 2000 Handelsbeziehungen. 

Beide dürften heuer kein Problem mit einer Teilnahme parallel zu Israel haben, das Interesse der Rundfunkanstalten ist jedoch quasi nicht vorhanden, sodass eine Teilnahme nordafrikanischer Staaten als unrealistisch eingeschätzt werden dürfte. Der Libanon hingegen könnte die Chance nutzen und zum Jubiläumswettbewerb eine Chance nutzen, die vor zehn Jahren versäumt wurde. Bislang hat Israel die Teilnahme offiziell nicht abgesagt und der Libanon ebenfalls noch keine Reaktion gezeigt.

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