Donnerstag, 14. August 2014

Perlen der Vorentscheidung: Plätze 26 bis 20


#26 - Deutschland 2007 - 32 Punkte
Ich war damals selbst beim Vorentscheid im Publikum und war zutiefst entzürnt, dass Monrose es nicht geschafft haben, sich gegen Roger Cicero durchzusetzen. Die Show war vielleicht etwas aufgesetzt, aber dem Lied tut es trotzdem keinen Abbruch. Ich erinnere mich noch sehr an die bitteren Tränen, die Mandy Capristo nach Bekanntgabe des Siegers durch die Kessler-Zwillinge vergossen hat... Ihrer Karriere hat die Schlappe beim Vorentscheid keinen Abbruch getan, der Titel schaffte es sogar bis auf die #6 der deutschen Charts.
 
#25 - Deutschland 2008 - 32 Punkte
Für mein Empfinden der beste deutsche Vorentscheidungstitel der letzten Jahre. Der Text von Pe Werner ("Kribbeln im Bauch") ist an manchen Stellen etwas schwachsinnig, aber Carolin Fortenbacher, eine gestandene Musicalsängerin aus Hamburg, hat so viel Herzblut und Emotion in ihre Darbietung gelegt, dass es eine Qual war, die 08/15-Nummer der No Angels siegen zu sehen. Ich behaupte bis heute felsenfest, dass Carolin mindestens fünfmal so viele Punkte gesammelt hätte, wie Lucy & Co. in Belgrad. Allein der zweite Refrain (im Video ab 2:08) ist der Hammer! Hut ab!
 
#24 - Norwegen 2013 - 32 Punkte
Wenn ein Lied bei Youtube über eine Version der Chipmunks verfügt, muss es ein Erfolg sein, sonst würde man es nicht so entstellen. 2013 war Adelén junge 16 Jahre alt und rockte das Spektrum in Oslo mit ihrem Sommerhit "Bombo", der europaweit die Airplay-Charts hoch und runter lief. Den Melodi Grand Prix konnte Adelén nicht gewinnen, aber sie hat sich nachhaltig ins Gedächtnis vieler Eurovisionsfans gebrannt und führte dieses Ranking auch lange Zeit an, zum Schluss ging "Bombo" jedoch etwas die Puste aus, ähnlich wie beim norwegischen Vorentscheid, wo es den zweiten Platz belegte.
 
#23 - Schweden 2011 - 33 Punkte
Hätte Loreen damals den Vorentscheid gewonnen, hätte es auch keinen Sieg mit "Euphoria" gegeben, so viel steht fest und erinnert an Dana International, deren zweiter Versuch von Erfolg gekrönt war. Loreen probierte es 2011 mit "My heart is refusing me" und stellte die Weichen für ihre Teilnahme am Melodifestivalen 2012. Im Jahr zuvor war für sie jedoch in der Andra Chansen Schluss, wo sie sich im K.o.-Duell nicht gegen Sara Varga durchsetzen konnte.
 
#22 - Lettland 2012 - 35 Punkte
Im Song selbst erklärten die Mad Show Boys, dass sie unbedingt gewinnen müssen. Leider reichte es für die originelle Darbietung nur für den dritten Platz. Die Gruppe ist jedoch ein tolles Beispiel, dass nicht immer nur Vorentscheidungen aus Schweden oder Norwegen interessant sein können und auch in Osteuropa durchaus potentielle Ohrwürmer lauern. In diesem Jahr probierte es die Gruppe erneut, dort war mit "I need a soul-twin" jedoch schon im Semifinale Schluss.
 
#21 - Türkei 1999 - 35 Punkte
Die wohl größte Überraschung in diesem Ranking stammt aus dem türkischen Vorentscheid 1999. Der Siegertitel wurde durch eine Expertenjury in Ankara ermittelt, die Wahl fiel auf Tuba Önal und ihre Begleitband Mystik. Auf dem zweiten Platz landete die Sängerin Feryal Basel, die hier im Ranking eine ganze Reihe bekannterer Interpreten hinter sich gelassen hat. Zweimal gab es die volle Punktezahl und mit 35 Zählern mehr Punkte als Tuba Önal mit "Dön artik" beim Song Contest in Jerusalem für ihr Heimatland holte.
 
#20 - Schweden 2014 - 36 Punkte
Helena Paparizou sang sich 2005 mit "My number one" bereits in den Eurovisions-Olymp, als sie für Griechenland den Eurovision Song Contest in Kiew gewann. 2001 erreichte sie bereits den dritten Platz in Kopenhagen und genau dorthin sollte es dieses Jahr auch gehen. Als Solistin sang sie beim Melodifestivalen "Survivor", platzierte sich aber nur dem vierten Rang. Jahrelang gab es Gerüchte, dass Helena am Vorentscheid teilnehmen würde, Christer Björkman persönlich versuchte sein Möglichstes um sie für die Show zu gewinnen.

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