Freitag, 13. Juni 2014

Österreich: Letzter Tag für Bewerbungen läuft


Österreich - In Österreich endet heute die Bewerbungsphase der Städte für den Eurovision Song Contest 2015. Nachdem wir gestern schon über Innsbruck berichteten, dass sich sehr selbstbewusst gegenüber der Hauptstadt Wien zeigt und mit der Olympia-World eine optimale Location bietet, haben sich bis heute noch weitere Städte beworfen, deren Bewerbungen es nun vom ORF zu prüfen gilt.

Das Bundesland Niederösterreich nominierte ebenfalls einen Standort, nämlich ein "bestimmtes Areal" des Flughafens Wien-Schwechat. Dies bestätigte der Landeshauptmann von Niederösterreich, der ÖVP-Politiker Erwin Pröll gegenüber dem österreichischen Standard. Ein Flughafensprecher erklärte gegenüber der APA, dass der ORF nun zu entscheiden hat, ob das Flughafenobjekt den Kriterienkatalog der Veranstalter erfüllt.

Um Mitternacht endet die Bewerbungsfrist. Die größten Chancen werden der Hauptstadt Wien eingeräumt. "Wir haben eine fertige und vollfunktionsfähige Halle, die allen derzeit bekannten Anforderungen entspricht.", sagte Medienstadtrat Christian Oxonitsch der APA. Beim Stadtmarketing wurde eine zentrale Anlaufstelle für den ORF eingerichtet. Neben der Stadthalle soll es jedoch auch noch Alternativen geben.

In Linz prüfe man derzeit noch Locations, man habe noch nicht ganz aufgegeben, teilte die Stadtverwaltung mit und suche ihre Bewerbung derzeit im Stadthafen. Dort könne eine bereits bestehende Halle ausgebaut werden. Auch die Stadt Wels nominiert eine in Bau befindliche Messehalle. Die Stadt Gmunden, Geburtsort von Tom Neuwirth, ist mit seiner Open-Air-Variante jedoch bereits aus dem Rennen. In der Steiermark bewerben sich die Stadthalle von Graz und das Freizeitzentrum der Gemeinde Unterpremstätten nahe der Landeshauptstadt.

Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (FPÖ) hat unterdessen sein Wörtherseestadion beim ORF eingereicht, dem allerdings ebenfalls wenig Chancen eingeräumt werden, aus oben genannten Open-Air-Problemen. Auch hier können die Kosten einen Knackpunkt darstellen. Optimistisch hingegen ist man in Oberwart im Burgenland. Dort ließ Sylvia Stampf, Geschäftsführerin des Messezentrums verlauten, dass man sich offiziell angemeldet habe.

Selbst in Bregenz war man gewillt, den Song Contest auszutragen, jedoch fehlt den Vorarlbergern die Location, lediglich die Seebühne käme in Frage, erfüllt mit 7.000 Plätzen und ohne Dach jedoch nicht die Kriterien des ORF. Unbeeindruckt zeigten sich lediglich die Salzburger: "Der Song Contest 2015 wird sicher nicht in Salzburg stattfinden, bitte bleiben wir auf dem Teppich.", erklärte Bürgermeister Heinz Schaden. Auch Landeshauptmann Wilfried Haslauer fügte hinzu, dass die Veranstaltung nicht in das Kulturprofil von Salzburg passe.

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