Donnerstag, 12. Juni 2014

Österreich: Innsbruck will Aufgabe stemmen


Österreich - Die Innsbrucker Olympia-World rechnet sich gute Chancen gegen den Top-Favoriten Wien aus, wenn es um die Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2015 geht. Morgen endet die Bewerbungsfrist für die Ausrichtung des Wettbewerbs und alle Städte die was auf sich halten, mit Ausnahme von Salzburg, sind noch im Rennen.

"Die technischen Anforderungen erfüllen wir zu 100 Prozent." sagte Michael Bielowski, Chef der Olympia-World in Innsbruck gegenüber der Tiroler Tageszeitung und spielt damit auf den seitenlangen Forderungskatalog der Europäischen Rundfunkunion an. Die Olympiahalle bietet nach Abzug der Bühnenfläche Platz für 12.000 Menschen und das angrenzende Freigelände für Presse- und Akkreditierungszentrum.

"Das wäre die größte Fernsehgeschichte, die es jemals in Tirol gegeben hat. Und ich glaub', dass wir durchaus Chancen haben, den Zuschlag zu bekommen.", spricht Bielowski weiter. Man sei zwar jährlich zu 70% ausgelastet, es sei aber trotzdem ein kleineres Problem, das es zu lösen gilt. "Der Auftrag der Politik lautet, dass wir uns ernsthaft um den Song Contest bemühen sollen. Und das tun wir auch."

Der Eurovision Song Contest sei für die Stadt sehr attraktiv und bietet touristisch großartige Umsetzungsmöglichkeiten. Andere Stimmen halten die Bewerbung jedoch auch für Zynismus, in Anbetracht der zur Diskussion stimmenden alkoholfreien Zone in der Innenstadt: "In Innsbruck wird jetzt schon alles vorbereitet, um Bannmeilen zu schaffen und alle möglichen Randgruppen zu verdrängen, nur um dann auf Toleranz zu machen. Das ist doch pure Verlogenheit."

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