Samstag, 14. Juni 2014

Eurovision 2015: Sony Music stellt sich quer


Norwegen - Geld regiert die Welt und auch den Eurovision Song Contest scheinbar auch. Die norwegische Zeitung VG berichtet über eine wesentliche Änderung der, mit der Plattenfirma Universal, geschlossenen Verträge der Europäischen Rundfunkunion aus dem Jahr 2004. Seither vertriebt Universal alljährlich den Sampler mit den Liedern des Song Contests in den teilnehmenden Staaten.
 
Da dieser jedoch marktwirtschaftlich mehr oder weniger ein Ladenhüter ist, räumte die EBU Universal Music ein, die Beiträge auch einzeln zum digitalen Download zu vertreiben. Das ist zwar förderlich für Zuschauer, die nur bestimmte Favoriten haben möchten oder Interpreten, die bei kleinen Labels unter Vertrag stehen, sorgt jedoch für Zorn und Protest bei anderen Plattenfirmen.
 
Sony Music etwa, bei denen Carl Espen unter Vertrag steht. Der norwegische Ableger von Sony hat bereits angekündigt, im kommenden Jahr keine Interpreten mehr zum Melodi Grand Prix zu entsenden. Auch in anderen Ländern könnte dieser Entschluss gefasst werden. Ebenfalls zeigte sich Warner Music wenig begeistert über diese Entscheidung. NRK, das norwegische Fernsehen hat bereits bei der EBU einen Antrag auf Widerufung gestellt.

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