Montag, 29. Juni 2009

Asia-Pacific Song Contest in 2010 verschoben


Singapur - Der erste Asia-Pacific Song Contest, der eigentlich im November diesen Jahres hätte stattfinden sollen, wurde von der Asiavision Ltd. auf März 2010verschoben. Den Grund für die Verschiebung haben die Verantwortlichen nicht genannt, möglicherweise hat dies aber mit dem Rückzug von Südkorea und Japan zu tun.

Das Teilnehmerfeld, wie es in einer ersten öffentlichen Mitteilung der Asiavision präsentiert wurde, umfasste fünfzehn Nationen, von Indien über China, Japan bis hin zu Australien. Nach und nach verschwanden Nationen aus der Liste der potentiellen Teilnehmer, namentlich Japan und Südkorea, das Teilnehmerfeld wäre auf 13 geschrumpft.

Möglicherweise benötigt die Asiavision für die Organisation dieses Wettbewerbs doch noch einige Vorbereitungszeit, auch um ggf. neue Teilnehmerländer anzuwerben. Auf ihrer offiziellen Homepage wird schließlich ein möglicher Teilnehmerrekord von bis zu 30 Staaten angekündigt.

Armenien: Sirusho hat geheiratet


Armenien - Eine Meldung habe ich jetzt in diesen Tagen gar nicht weiter beachtet: Armeniens Eurovision Song Contest-Vertreterin von 2008, Sirusho Harutyunyan, hat am Wochenende den Sohn des ehemaligen Präsidenten von Armenien, Levon Kocharian, geheiratet.

Die 22jährige Sängerin, die erst kürzlich eine neue Single auf den armenischen Markt gebracht hat ("Havatum em"/"Ich glaube"), schloss diverse Paparazzi und Journalisten aus und hat in aller Abgeschiedenheit geheiratet. Sirusho erreichte 2008 in Belgrad mit "Qele qele" den vierten Platz beim Eurovision Song Contest.

In diesem Jahr sorgte sie für einen kleinen Aufreger, als sie während der Punktevergabe eine Tafel mit dem Denkmal Tatik & Papik in Stephanakert in der abtrünnigen aserbaidschanischen Provinz Bergkarabach hochhielt. Eine Sanktion seitens der EBU, auch gegenüber Aserbaidschan steht noch aus.

Österreich: Karel Gott und Petra Frey in Horn


Österreich - Anlässlich des zwanzigsten Jahrestag zum Fall des Eisernen Vorhangs fand am Samstag in der niederösterreichischen Bezirkshauptstadt Horn im Rahmen der Ausstellung "Österreich. Tschechien. Geteilt, getrennt, vereint" ein Schlagerfest statt.

Das Konzert des ORF-Senders Radio Niederösterreich ist eines von vielen grenzüberschreitenden Veranstaltungen im Gedenken an den Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Zuvor hatte bereits Bundespräsident Köhler den bei einem Treffen in Budapest den Beitrag Ungarns zur europäischen Wiedervereinigung hervorgehoben.

Die Gemeinde Horn ist eine von drei Städten, die hierzu mit Ausstellungen an 1989 erinnert. Auf tschechischer Seite veranstaltet die Stadt Telč und auf ungarischer Seite das Dorf Raabs ähnliche Events. Auf dem dazugehörigen Konzert sangen u.a. die Tirolerin Petra Frey, die 1994 mit "Für den Frieden der Welt" am Eurovision Song Contest in Dublin teilnahm, und sich mit "This night should never end" von Ralph Siegel 2003 am österreichischen Vorentscheid versuchte.

Darüber hinaus sangen auch die Schweizer Vertreterin von 2002, Francine Jordi auf dem Horner Hauptplatz, sowie als Highlight des Abends, der tschechische Entertainer Karel Gott ("Einmal um die ganze Welt"). Karel Gott, der am 14. Juli seinen 70. Geburtstag feiert, nahm 1968 mit "Tausend Fenster" für Österreich am Eurovision Song Contest teil und belegte den 13. Platz.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Niederösterreich gibt es hier.

Sonntag, 28. Juni 2009

Portugal: Festival da Canção auch 2010


Portugal - Das portugiesische Fernsehen wird auch 2010 am Festival da Canção als Vorentscheid für den Eurovision Song Contest festhalten, das berichtet Oikotimes. Ein genaues Statement von RTP wird Ende des Jahres erwartet. Allerdings ist bereits jetzt die Rede von einigen wenigen Änderungen im Vergleich zum Festival 2009.

2009 wurde auf die Einladung verschiedener Komponisten durch RTP verzichtet und auf eine öffentliche Songausschreibung gesetzt. 24 Titel wurden von einer Jury ausgewählt und durch ein weltweites Online-Voting auf zwölf dezimiert. Von diesen zwölf Titeln konnten sich Flor-de-Lis mit "Todas as ruas do amor" beim Festival da Canção durchsetzen.

Das Festival dient seit 1964 als portugiesischer Vorentscheid. Bis auf wenige Ausnahmen fand jedes Jahr ein Festival statt, selbst 1970 als Portugal nicht am Eurovision Song Contest teilnahm, damals gewann Sérgio Borges mit "Onde vais Rio que eu canto".

Auch im Jahr 2000 fand ein Festival statt, die spätere Siegerin Liana mit ihrem Titel "Sonhos mágicos" wurde jedoch nicht zum Wettbewerb zugelassen. 2002 fand kein Festival da Canção statt, da Portugal freiwillig auf die ESC-Teilnahme verzichtete. Zuletzt fand 2005 kein Festival statt, da RTP das Duo 2B intern auswählte.

Samstag, 27. Juni 2009

Belgien: Yasmine begeht Selbstmord


Belgien - Im Alter von nur 37 Jahren wurde Hilde Rens, die in Belgien unter ihrem Künstlernamen Yasmine bekannt wurde, tot in der Nähe des Hauses ihrer Schwester aufgefunden. Sie beging Selbstmord.

Der flämische Sender Één, bei dem Yasmine mehrere Musikshows, darunter "Tien om te zien" und "De rode loper" moderierte und auch die belgischen Punkte beim Eurovision Song Contest 2006 in Athen vorlas, vermeldete, Yasmine hätte sich am Donnerstag in der Nähe des Wohnhauses ihrer Schwester in Kontich erhängt.

Yasmine wurde 1972 geboren und wurde durch ihr Debütalbum "Mooi zo" bekannt. Später moderierte sie mehrere Musikshows im flämischen Fernsehen, wirkte 2006 als Jurorin beim belgischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest ("Eurosong") mit. 2003 heiratete sie die Gewinnerin der TV-Show "De Mol", Marianne Dupon. Im April 2009 wurde die Ehe geschieden, ein möglicher Auslöser für den Suizid. Yasmine hinterlässt eine Tochter.

Ab 8:27: Yasmine vergibt die Punkte

Freitag, 26. Juni 2009

Memories: Die ESC-Geschichte von Jugoslawien

Jugoslawien - Anhand des Eurovision Song Contests wurde zu Beginn der 90er Jahre auch der politische Umbruch in Europa deutlich. So besangen 1990 in Zagreb mehrere Nationen den Fall des Eisernen Vorhangs, einige, darunter auch die BRD konnten damit punkten, andere weniger („Brandenburger Tor“ auf Norwegisch zum Beispiel), Länder des Warschauer Paktes wurden Mitglied der EBU, während das osteuropäische Gegenstück, die Intervision aufgelöst wurde. Viele neue Länder kamen zum Eurovision Song Contest und eines hörte auf zu existieren - Jugoslawien.
Dieses Posting setzt sich mit der Geschichte Jugoslawiens beim Eurovision Song Contest auseinander, die im Gegensatz zu der aller anderen osteuropäischen Länder bereits sehr früh begann. Das jugoslawische Staatsfernsehen (Jugoslavenska Radio-Televizija, JRT) war sogar eines der Gründungsmitglieder der Europäischen Rundfunkunion und setzte sich aus mehreren Sendern der Teilrepubliken zusammen. Sein Debüt gab Jugoslawien 1961 in Cannes.
Die Ehre, das Land als Erste zu vertreten, gebührte Ljiljana Petrović, einer damals noch unbekannten jungen Sängerin aus Novi Sad, die mit dem Lied „Neke davne zvezde“ den in Ljubljana stattfindenden ersten Vorentscheid gewann. Sie wurde von drei regionalen Jurys ausgewählt und nach Cannes geschickt, wo sie einen achten Platz erreichte.
In den folgenden Jahren pendelten sich die jugoslawischen Beiträge im Mittelfeld ein. So nahm unter anderem der spätere kroatische Parlamentsabgeordnete Vice Vukovzweimal am Song Contest teil, dessen Karriere 1959 mit dem Sieg des Musikfestivals in Opatija begann und der 1963 und 1965 für Jugoslawien singen durfte. Nach dem sogenannten Kroatischen Frühling wurde er als „kroatischer Nationalist“ betitelt und auf Geheiß von Josip Tito bis 1989 aus dem öffentlichen Leben verbannt.
Jedoch war Jugoslawien nur durch Titos lockererer Form des Sozialismus möglich, am Eurovision Song Contest teilzunehmen, verurteilte er beispielsweise den Einmarsch der Sowjetunion in der Tschechoslowakei. Nach einem letzten Platz mit null Punkten 1964 und mehreren Platzierungen im hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes, setzte Jugoslawien ab 1977 beim Eurovision Song Contest aus.
Das Festival von Opatija, welches in den 70er Jahren als Vorentscheid für den Song Contest diente, fand jedoch weiterhin statt und konnte u.a. von Oliver Dragojević gewonnen werden. Beteiligt an der Vorentscheidung waren alle Sender der Teilrepubliken, sowie der autonomen Regionen Kosovo und Vojvodina. Jedoch konnte sich nie ein kosovarischer oder mazedonischer Künstler für den Song Contest qualifizieren, obwohl sie mehrfach am Vorentscheid teilnahmen. Maja Odžaklievska aus Mazedonien gewann zwar 1980 in Opatija, Jugoslawien setzte allerdings beim Song Contest aus.
1981 kehrte man jedoch wieder zum Wettbewerb zurück. Der Ort der Vorentscheidung war nun in jedem Jahr ein anderer, so fand er 1981, als der bosnische Sänger Vajta gewann in Belgrad statt, im Jahr darauf, als die Gruppe Aska gewann, in Ljubljana. Die erste nennenswerte Platzierung erreichte der in Titograd (heute Podgorica) geborene Sänger Milan Popović, der unter seinem Künstlernamen Danijel auftrat.
Mit „Dzuli“, das später in der englischen Version auch außerhalb Jugoslawiens ein kleiner Charterfolg wurde, erreichte Danijel beim Song Contest 1983 in München den vierten Platz. Nach einer kurzen Karriere verschwand er jedoch weitestgehend in der Versenkung, nach dem Jugoslawienkrieg trat er nur noch gelegentlich bei Festivals auf (z.B. 2001 beim Sunčane Skale, wo er nur sieben Punkte erreichte). Inzwischen macht Danijel in den kroatischen Medien durch seine ausbleibenden Unterhaltszahlungen für seine Kinder auf sich aufmerksam.
1984 vertraten Vlado Kalember und Izolda Barudžija Jugoslawien beim Song Contest in Luxemburg. Ihr Lied „Ciao Amore“ erinnert ziemlich an Italo-Musik á la Ricchi e Poveri, das Video dazu, welches an einem Strand in Montenegro gedreht wurde, zeigte offenbar zu pikante Details, sodass die Ausstrahlung im türkischen Fernsehen verboten wurde. Von der türkischen Jury gab es damals trotzdem acht Punkte, das Lied erreichte dennoch nur Platz 18 von 19.
Im Jahr darauf setzte Jugoslawien aufgrund eines Feiertages aus und kehrte 1986 mit Doris Dragović zurück, die mit „Zeljo moja“ einen elften Rang erzielte. 1999 sollte sie das unabhängige Kroatien nochmals beim Song Contest in Jerusalem vertreten und mit „Marija Magdalena“ den vierten Platz erreichen. Die zweite Hälfte der 80er Jahre wurde zur erfolgreichsten Zeit des südosteuropäischen Landes beim Song Contest. 
Die bereits vor ihrer Teilnahme am Song Contest über die Grenzen hinaus bekannte Gruppe Novi Fosili erreichte 1987 mit „Ja sam za ples“ den vierten Platz. Mehrfach wurden sie als Gruppe des Jahres ausgezeichnet, absolvierten Touren in der ehemaligen Sowjetunion, den USA und Kanada, trennten sich 2001, um 2005 ein Comeback zu wagen. Ihr Album (übersetzt „Auf die guten alten Zeiten“) wurde zu einem ihrer größten Erfolge in Kroatien.
Ein Jahr später erreichte die Gruppe Srebrna Krila mit „Mangup“ den sechsten Platz. Die in den 70ern gegründete Gruppe besetzte sich im Laufe ihrer Karriere mehrfach um und löste sich nach dem Tod des Gründers Mustafa Ismailovski in den 90er Jahren auf. Im Jahr von Srebrna Krila sorgte Jugoslawien als letztes Land, das beim Voting aufgerufen wurde für den Sieg von Célion Dion, in dem sie den bis dahin führenden britischen Sänger Scott Fitzgerald mit keinem einzigen Punkt bedachten.
1989 war Jugoslawien dann plötzlich selbst der Überraschungssieger beim Eurovision Song Contest. Die kroatische Gruppe Riva mit Sängerin Emilija Kokić gewann die Jugovizija selbst nur knapp mit einem Punkt Vorsprung vor Massimo Savić. Beim Song Contest in Lausanne konnten Riva mit „Rock me“ jedoch die Juroren überzeugen, auch wenn der Song nach dem Wettbewerb ein kommerzieller Flop wurde. Bereits kurze Zeit später lösten sich Riva auf, Emilija Kokić hingegen ist heute eine bekannte Sängerin, die auch mehrfach am kroatischen Vorentscheid für den Song Contest teilnahm.
Am 5. Mai 1990 präsentierte das jugoslawische Fernsehen daraufhin den Eurovision Song Contest aus Zagreb. Ein perfekteres Timing hätte man sich nicht aussuchen können, für Jugoslawien war es das letzte Jahr in dem man sich als intakte Nation präsentieren konnte. 
Durch den Abend führten Helga Vlahović und Oliver Mlakar. Erstmals gab es beim Eurovision Song Contest auch ein Maskottchen, Eurocat, ein hässlicher rosa Kater, der in den Postkarten vor den Beiträgen eine Rolle spielte. Nach einem ebenso gescheiterten Maskottchen in Malmö 1992 verzichtet man heute auf Song Contest-Maskottchen.
Dennoch gaben sich Ausrichter große Mühe, den Wettbewerb auszurichten, auch wenn es gleich zu Beginn bei der spanischen Darbietung ein technisches Problem gab. Im eigenen Land durfte die Sängerin Tatiana Matejaš aus Zagreb unter ihrem Pseudonym Tajči den Titel „Hajde da ludujemo“ singen. Im Vorentscheid konnte sie sich unter anderem gegen Boris Novković behaupten. Sie erreichte beim Song Contest den siebten Platz. Heute lebt Tajči in den USA, wo sie 2000 den Pianisten Matthew Cameron heiratete und vorrangig in Kirchen singt.
Während sich im Vielvölkerstaat mittlerweile Unruhen breit machen, fand im Mai 1991 der Song Contest in Rom statt. In einem hellblauen Chiffon-Kleid trat die Sängerin Dragana Šarić alias Bebi Doll auf. Schrill und durch Make-Up unkenntlich gemacht sorgte sie für den letzten richtigen Trashbeitrag aus Jugoslawien; ich zitiere: „Lalala…, Brazil, Španija, Kolumbija, Kuba i Amerika - Samba, Rumba, Cha Cha Cha“. Wahrscheinlich durch ihr optisches Erscheinungsbild irritiert vergaßen die Juroren für sie zu werten, Jugoslawien fiel mit einem Punkt gnadenlos durch, nur noch unterboten vom punktelosen Österreicher Thomas Forstner, der allerdings ähnlich skurril aussah wie Bebi Doll.
Aufgrund der schlechten Platzierung weigerte sich ihre Plattenfirma den Song „Brazil“ zu veröffentlichen. 2003 nahm sie mit dem Song „Tvrdoglava“ an dem Festival teil, das später zur Beovizija werden sollte. 2007 war sie Teil der Beovizija-Jury. Vergangenes Jahr erregte sie durch ihre Teilnahme am Moderatorencasting für den Song Contest 2008 in Belgrad („Evropeska lice“) Aufsehen, allerdings flog sie bereits in den ersten Runden raus.
Wenige Tage nach Bebi Dolls Teilnahme am Eurovision Song Contest begannen in der slowenischen Teilrepublik die kriegerischen Auseinandersetzungen in Jugoslawien. Während Slowenien kurz darauf seine Unabhängigkeit erreichte, entbrannte im März 1991 in Kroatien ein weiterer Krieg. 1992 nahm Jugoslawien ein letztes Mal am Eurovision Song Contest teil. Slowenien und Kroatien wurden bei der Jugovizija nicht mehr berücksichtigt. Obwohl das Land de facto nicht mehr existierte, war JRT noch bis Ende Juni Mitglied der EBU und somit teilnahmeberechtigt.
Den Vorentscheid gewann die serbische Sängerin Extra-Nena mit dem Lied „Ljubim te pesmama“, welches wie ein typisches Zigeunerlied klang. Extra-Nena alias Snežana Berić erreichte den 13. Platz. Nach dem Eurovision Song Contest 1992 wurde die EBU-Mitgliedschaft des jugoslawischen Staatsfernsehens suspendiert. Aus den einstigen Sendern der jugoslawischen Teilrepubliken entstanden unabhängige Rundfunkanstalten. Aus RTV Zagreb wurde beispielsweise der heutige Sender HRT.
Ab 1993 nahmen die Nachfolgestaaten der Sozialistischen Republik Jugoslawien am Eurovision Song Contest teil. Nach einer osteuropäischen Qualifikation für den Wettbewerb in Ljubljana debütierten Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina beim Song Contest im irischen Millstreet Town. Die ersten Lieder aus diesen Ländern handelten von den damals gegenwärtigen Kampfhandlungen auf dem Balkan. Insbesondere die Delegationen aus Bosnien-Herzegowina erhielten beim Wettbewerb enorme Sympathien, auch wenn ihre Lieder im Mittelfeld landeten.
Die deutschen Kommentatoren erklärten u.a. 1993, dass der bosnische Titel übersetzt „Der Schmerz der ganzen Welt“ hieße, das Sänger Dejan Lazarević bis wenige Tage vor dem Song Contest 1994 nicht in der Lage war, aufgrund eines Granatsplitters die Hand zu bewegen oder das die bosnische Delegation um Davor Popović 1995 den Belagerungsring um die Hauptstadt Sarajevo nur unter abenteuerlichen Bedingungen überwinden konnte und über Kroatien nach Irland anreiste.
Nach dem Ende des Jugoslawienkrieges debütierte auch die ehemalige Teilrepublik Mazedonien beim Song Contest 1998 in Birmingham. Die EBU-Mitgliedschaft von Serbien-Montenegro bzw. Jugoslawien ruhte zwischen 1992 und 2003. Erst 2004 konnte Serbien-Montenegro wieder am Song Contest in Istanbul teilnehmen. Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Montenegro, einen Tag nach dem ESC-Finale 2006 in Athen treten auch Serbien und Montenegro als eigenständige Nationen an.
Inzwischen wird international über den Status des Kosovo gestritten. Im Februar 2008 erklärte Priština einseitig die Unabhängigkeit von Serbien. Das kosovarische Fernsehen RTK soll angeblich bereits einen Antrag auf Mitgliedschaft an die EBU gestellt haben, Details darüber und ob das Kosovo demnächst am Eurovision Song Contest teilnehmen kann/wird, gibt es nicht. Darüber hinaus wäre mit dem Boykott der Veranstaltung durch das serbische Fernsehen zu rechnen.

Litauen: 36 Konzerte für Sasha in der Ukraine


Litauen/Ukraine - Sasha Son Wie die litauische Nachrichtenseite delfi.lt berichtet, wird Sasha Son, der Litauen mit "Love" in diesem Jahr beim Eurovision Song Contest vertreten hat und sich inzwischen Sasha Song nennt, insgesamt 36 Konzerte in der Ukraine geben. Darüber hinaus nimmt Sasha derzeit ein Duett mit Svetlana Loboda auf.

Sashas Managerin erklärte, dass es in der Ukraine eine Radioumfrage der Tourorganisatoren gab, wen die Ukrainer gerne auf Tour sehen wollen, viele nannten hierbei den Litauer. Neben den ukraineweit 36 Konzerten haben sich Svetlana Loboda und er in London zur Aufnahme eines gemeinsamen Titels ("Ne ne ne") getroffen. Den Song hat Sasha selbst geschrieben.

Sasha, der in Moskau nur auf den 23. Rang kam, arbeitet außerdem an seinem ersten eigenen Album, welches in Zusammenarbeit mit einigen litauischen Komponisten und Autoren entstehen wird.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Österreich: Donauinselfest 2009 findet statt!


Österreich - Zum mittlerweile schon 26. Mal findet ab morgen das Donauinselfest in Wien statt. Lange Zeit befand sich das Event in der Schwebe, da schwere Regenfälle und der erhöhte Pegelstand der Donau drohten, die Veranstaltung platzen zu lassen und die Fläche der schmalen Donauinsel in eine sumpfartige Landschaft verwandelte.

Mit Unterstützung des österreichischen Bundesheeres und der Wiener Feuerwehr ist es den Veranstaltern nun aber doch möglich, das Event wie geplant stattfinden zu lassen. Extra hierfür wurden große Mengen an Rindenmulch angefahren. Hitradio Ö3, deren Bühne sich unmittelbar neben der S-Bahn-Brücke befindet glänzt mit einer interessanten Line-Up.

So werden viele national bekannte Gruppen wie Zweitfrau, My Excellence, Herbstrock, aber auch die EAV, Silbermond, Scooter und Starmania-Sieger Oliver Wimmer erwartet.

Der Eintritt ist frei, für die Anreise empfehlen die Veranstalter jedoch öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Empfehlenswert ist u.a. die U1(Station Donauinsel), die vom Reumannplatz über den Südtiroler Platz, Stephansplatz, Praterstern bis nach Leopoldau verbindet.

Deutsche Jurywertung bekannt!


Deutschland - Jetzt ist sie bekannt, die deutsche Jurywertung vom Finale des Eurovision Song Contest in Moskau. Die deutsche Jury, in der Guildo Horn, HP Baxxter von Scooter, Jeannette Biedermann, Silvia Kolleck und Tobias Künzel von den Prinzen saßen, favorisierte den isländischen Titel "Is it true?" von Yohanna. Für den Siegersong "Fairytale" von Alexander Rybak aus Norwegen gab es immerhin acht Punkte.

Insgesamt lagen die ruhigen Balladen bei der deutschen Jury hoch im Kurs. So fuhr neben der Isländerin auch Chiara aus Malta zehn Punkte der Jury ein. Vom Publikum gab es lediglich vier Zähler. Sieben Punkte erhielt Patricia Kaas aus Frankreich, Jade aus Großbritannnien sechs, Urban Symphony fünf und Anastasia Prikhodko aus Russland vier Punkte. Drei Zähler gingen aus Noa & Mira Awad aus Israel, zwei Punkte nach Portugal und ein Punkt an Hadise aus der Türkei, die von den Zuschauern zehn Punkte erhielt.

Von der deutschen Jury nicht bewertet wurden Sakis Rouvas aus Griechenland, der beim deutschen Televoting sechs Punkte erhielt, sowie die Grupa Regina aus Bosnien-Herzegowina. Die komplette Übersicht der deutschen Punktezusammensetzung findet man hier.

Dienstag, 23. Juni 2009

Slowakei: Arash beim Šírava Fest


Slowakei - Vom 24.-26. Juli findet im kleinen Ort Kaluža in der östlichen Slowakei, am größten Stausee des Landes, dem Zemplínska Šírava das sogenannte "Šírava Fest" statt. Das Musikfestival, auf dem in der Vergangenheit bereits Größen wie Aneta Langerová oder 2008 die tschechischen Song Contest-Teilnehmer Kabát auftraten findet heuer zum dritten Mal statt.

In diesem Jahr liest sich das Line Up wie die Teilnehmerliste vom slowakischen Vorentscheid, neben der Gruppe Desmod sind auch Peter Cmorík, Tomáš Bezdeda, Mária Čírová, Smola a Hrušky, Michal Chrenko und Miro Jaroš, aber auch weitere bekannte Namen wie Jana Kirschner, Tublatanka (SK 1994), Sänger Kryštof ("Atentát") aus Tschechien oder Metropolis dabei.

Auch Arash, der in Moskau noch gemeinsam mit Aysel Teymurzadeh den dritten Platz für Aserbaidschan beim Eurovision Song Contest erreichte, wird trotz Terminstress im Tonstudio ein Gastspiel beim Šírava Fest geben. Das dreitägige Event beginnt täglich um 14 Uhr, der Eintritt kostet 16 Euro. Weitere Informationen und Tickets erhält man bei Ticketportal.sk.

Neben diversen Wassersportmöglichkeiten bietet der Ort Kaluža, etwa 60km östlich von Košice einen Campingplatz mit rund 400 Stellplätzen. Wer also noch nichts mit seinem Sommerurlaub anzufangen weiß, kann ja mal in die Slowakei fahren.

Griechenland: Nationaler Vorentscheid wahrscheinlich


Griechenland - Auch aus Griechenland erreichen uns heute die ersten Gerüchte bezüglich der Kandidatenermittlung für den Eurovision Song Contest 2010. Nach einer sehr frühen internen Nominierung im vergangenen Sommer, plant das griechische Fernsehen für das nächste Jahr offenbar wieder einen öffentlichen Vorentscheid.

Das Konzept, so Oikotimes, ist vergleichbar mit dem von 2007 und 2008. Drei bis fünf Kandidaten sollen in einem nationalen Vorentscheid gegeneinander antreten, der Sieger soll gleichermaßen von der Jury und durch Televoting ermittelt werden. Bereits jetzt, so heißt es, gebe es viele interessierte Plattenfirmen.

Offiziell bestätigt wurde von ERT nichts, ein amtliches Statement soll Anfang Januar 2010 mit näheren Details an die Öffentlichkeit gehen. Bis dahin kann man weiterhin darüber spekulieren, ob Despina Vandi oder Elli Kokkinou für 2010 Interesse bekunden, oder ob es wieder nur heiße Luft ist, wie in den letzten Jahren auch.

Montag, 22. Juni 2009

Türkei: UFOs über Anatolien


Türkei - Manche Meldungen sind so meschugge, dass sie schon wieder lustig sind. So zum Beispiel ein Artikel über UFO-Sichtungen am türkischen Nachthimmel, wie die Irish Times berichtet. Der Bezug zum Eurovision Song Contest entsteht dadurch, dass Reyhan Karaca  eine Runde mit den Außerirdischen um die Erde gedreht hat.

Zitiert wird die türkische ESC-Teilnehmerin von 1991 wie folgt: "Sie waren sehr freundlich. Wir haben über unsere Gedanken kommuniziert." Die lachsfarbenen Aliens sollen sie eines Nachts aus dem Bett entführt haben. Unglaublicherweise erhält Reyhan auch noch Unterstützung von der Sängerin und Moderatorin Hulya Avsar, die das UFO ebenfalls vom Balkon ihrer Villa aus hat beobachten können.

Bevor sie mit dem Fantasieren anfing, nahm Reyhan Karaca 1991 gemeinsam mit İzel Çeliköz und Can Uğurluer am Eurovision Song Contest teil und belegte mit "Iki dakika" den 12. Platz. Den vollständigen UFO-Artikel kann man übrigens in der Onlineausgabe der Irish Times nachlesen. Sommerloch, ich sag's ja...

Sonntag, 21. Juni 2009

Another Summer Night


Europa - Laut Kalender haben wir jetzt Sommer, ein Blick nach draußen lässt das zwar noch nicht erahnen, ein Blick in die Fernsehzeitung oder auf die großen Nachrichtenseiten zum Eurovision Song Contest bestätigt das allerdings. Während Joy Fleming (1975) heute noch im ZDF-Fernsehgarten die Massen begeistert und heute Abend Olivia Jones und Carolin Fortenbacher um die 5.000 €-Prämie auf Vox wettkochen, haben sich die Senderchefs mittlerweile zur Konzeptentwicklung für die Wintermonate zurückgezogen und brüten über neuen quotenbringenden Showformaten.

Vielleicht ist man in der ARD ja inzwischen auch damit beschäftigt und berät hinter verschlossenen Türen, wie man dem Vorentscheid zum Eurovision Song Contest neues Leben einhauchen kann. Schließlich hat man in Schweden, Finnland und Aserbaidschan schon längst die Auswahlmethoden für den Wettbewerb 2010 in Oslo detailliert festgelegt und in Norwegen laufen schon die ersten Vorbereitungen für die große Show Ende Mai.

Das Finale des Eurovision Song Contest 2010 wird am 29. Mai stattfinden, dem spätesten Termin an dem je ein ESC stattfand, der Contest 1999 in Jerusalem fand ebenfalls an diesem Tag statt. Der Termin wurde von der EBU nach hinten verschoben, weil das Finale sonst mit dem Finale der Champions League kollidiert wäre (und das spanische Fernsehen die Übertragung des Sportereignisses dem Song Contest wohl vorgezogen hätte...).

Praktischerweise findet am 17. Mai der norwegische Nationalfeiertag statt. So haben die Teilnehmer die Möglichkeit den Festtagsumzug zwischen all dem Probenstress mitzuverfolgen. Ähnlich war das 1996 als man die Moderatoren Ingvild Bryn und Morten Harket in Nationaltracht durch die Innenstadt von Oslo hat laufen sehen und die Interpreten noch an der Gestaltung der Clips zwischen den Beiträgen mitgewirkt haben, Präsidenten Grußbotschaften gesprochen haben und alles etwas familiärer wirkte.

Wäre doch eine gute Idee, auf eine Miss World zu verzichten, der Sehenswürdigkeiten aus den Haaren wachsen und dafür auf die eigentlich wichtigen Menschen beim Song Contest, nämlich die Sänger, zu setzen. Jetzt habe ich mich aber total verquatscht, was ich eigentlich nur sagen wollte: heute ist Sommeranfang, das letzte Anzeichen dafür, dass hier nachrichtentechnisch die Saure-Gurken-Zeit begonnen hat. In diesem Sinne:


Freitag, 19. Juni 2009

News-Splitter (224)


Belgien - Vor zwei Jahren brachte sich Eddy Wally bereits selbst in die Schlagzeilen, als er ankündigte am Eurovision Song Contest teilnehmen zu wollen. Die "Stimme Europas", wie er sich selbst nennt, war jahrelang fester Bestandteil der britischen TV-Show "Eurotrash", in der u.a. Dana International, Jahn Teigen und Jean-Paul Gaultier zu Gast waren. Wally kündigte an, es in diesem Jahr mit einem Song auf Niederländisch versuchen zu wollen.

Irland - Im kleinen irischen Ort Wicklow hat Paul Harrington, Sieger des Eurovision Song Contests 1994 in Dublin seine ehemalige Lehrerin Karol Sadlier geheiratet. Beide trafen sich erstmals, als Paul während eines Wettbewerbs an ihrer Schule auf dem Klavier spielte. Gast auf der Hochzeit war u.a. Charlie McGettigan, mit dem Paul Harrington 1994 gemeinsam "Rock'n'Roll Kids" sang und damit den bis dahin höchsten Sieg nach Punkten erreichte.

Malta - Maltas Song Contest-Teilnehmerin von 1996 in Oslo, Miriam Christine ("In a woman's heart"), nimmt heute Abend am sogenannten Altin Nar Festival im türkischen Urlaubsdomizil Antalya teil. Das Festival, an dem auch die weißrussischen Kandidaten von 2004, Aleksandra & Konstantin ("My Galileo") teilnehmen werden, wird live im türkischen Fernsehen ausgestrahlt.
Schweden - Erwartungsgemäß konnte Norwegens Alexander Rybak auch das schwedische Televoting für sich entscheiden. Mehr als 136.000 Anrufe und SMS gingen für Rybak ein, rund 78.000 Stimmen mehr als für Islands Sängerin Yohanna, die mit "Is it true?" vor Regina aus Bosnien den zweiten Rang im Televoting belegte. Mit jeweils unter 4.000 Stimmen landeten Russland, Kroatien und Spanien ganz unten in der Gunst der Zuschauer.

Deutschland - Gracia Baur wird am 26. Juni eine Boxgala in Völklingen eröffnen. Die Letzte vom Eurovision Song Contest 2005 wird mit ihrem Song "Passion" die Veranstaltung eröffnen, die von Radio Salü unterstützt wird. Ebenfalls dabei sind der britisch-nigerianische Profiboxer Herbie Hide und der deutsche Schwergewichtsboxer Steffen Kretschmann. Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

Darüber hinaus möchte ich noch einmal auf das Perfekte Promi-Dinner am Sonntagabend auf VOX hinweisen. Neben Hans-Peter Korff, Christiane Leuchtmann und Sänger Kai Havaii sind auch die "Mamma Mia"-Darstellerin und Vorentscheids-Zweite von 2008, Carolin Fortenbacher und Hamburgs bekannteste Travestiekünstlerin, Olivia Jones beim Promi-Dinner dabei. Olivia Jones lobt Carolin Fortenbacher im Vorspann schon mal in den höchsten Tönen: "Die trinkt ja ganz gerne mal einen, das macht sie ja so sympathisch".

Programmtipp:
So 21. Juni 2009 - 20:15 Uhr
Das Perfekte Promi-Dinner
mit: Carolin Fortenbacher, Olivia Jones, Kai Havaii u.a.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Portugal: José Calvário ist tot


Portugal - Das Im Alter von 58 Jahren starb gestern in Lissabon der portugiesische Musiker und Dirigent José Calvário, der auch mit mehreren Beiträgen am Eurovision Song Contest teilgenommen hatte, an den Folgen eines Schlaganfalls. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

1951 wurde Calvário in Oeiras geboren. Bereits mit zehn Jahren gab er sein erstes Konzert mit dem Sinfonieorchester von Porto unter der Leitung von Dirigent Silva Pereira. Nach seiner Rückkehr aus der Schweiz in der er drei Jahre lang lebte, komponierte er unter anderem den Song "Flor sem tempo" mit dem er den zweiten Platz beim Festival da Canção 1971 belegte.

Mit "A festa da vida" schaffte er es 1972 erstmals zum Eurovision Song Contest, 1974 wirkte er als Komponist und Dirigent, 1977 und 1985 lediglich als Dirigent und 1988 mit "Voltarei" von Dora letztmals als Komponist, Texter und Dirigent.

Mit dem Sinfonieorchester der Ungarischen Staatsoper nahm er 1996 das Album "Maps" auf. 2008 erlitt er einen Schlaganfall, noch im Februar 2009 wurde er beim Festival da Canção für seine Tätigkeiten geehrt.

Mittwoch, 17. Juni 2009

News-Splitter (223)


Deutschland - Der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Boudgoust hält eine Zusammenarbeit mit Stefan Raab in Sachen Eurovision Song Contest weiterhin für möglich. "Wir haben uns nicht mit geballter Faust getrennt. Vielleicht klappt es ein anderes Mal.", erklärte der ARD-Chef in der Süddeutschen Zeitung. Ob bei Raab die Türen weiterhin offenstehen kann man allerdings bezweifeln. Raab machte deutlich: "Unser Song Contest heißt Bundesvision Song Contest."

Spanien - Spaniens Kandidatin vom Eurovision Song Contest 2002, Rosa Lopez, die mit "Europe's living a celebration" die beste Platzierung Spaniens in dieser Dekade einfuhr, sagte, dass sie ihr Land gerne nochmals beim Song Contest vertreten würde. Rosa, so gab sie in einem Interview an, war überrascht über das schlechte Abschneiden von Soraya in Moskau und das sie sogar noch hinter dem Spaßbeitrag von Rodolfo Chikilicuatre landete.

Zypern - Christina Metaxas hat etwa einen Monat nach ihrer Teilnahme am Eurovision Song Contest in Moskau ihr erstes Interview mit einer zypriotischen Zeitung gegeben. Angesprochen auf ihren Auftritt sagte sie: "Ich bin zufrieden mit meiner Leistung". Jetzt steht für die junge Sängerin allerdings erst einmal Lernen auf dem Plan, aufgrund des Unterrichtsausfalls, muss die junge Zypriotin nun noch intensiver für ihre Sommerprüfungen lernen.

Belgien - Die belgischen Eurovisionsfans haben dem flämischen Sender VRT ihre Hilfe für die Organisation für den Vorentscheid 2010 angeboten. Nachdem der französischsprachige Sender RTBF mit einer internen Auswahl keinen Erfolg erzielen konnte, erklärten 25% aller abstimmenden Fans in einer Onlineumfrage, dass sie sich ein Auswahlverfahren nach niederländischem Vorbild wünschten. Der Interpret soll vom belgischen Fernsehen intern ausgewählt werden, über den Beitrag entscheidet das Publikum. Ob das flämische Fernsehen auf die Anregung der Fans reagieren wird, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.